München – Veranstaltungskalender: Konzerte, Ausstellungen, Märkte, Festivals und Events für Kinder und Erwachsene

Tollwood Sommerfestival 2026: ein Monat voller Musik, Lichter und Münchner Sommernächte

Tollwood Sommerfestival 2026: ein Monat voller Musik, Lichter und Münchner Sommernächte

Im Sommer kann sich München überraschend verändern. Die Stadt, die den größten Teil des Jahres mit Geschäftigkeit, teuren Autos und beinahe perfekter Ordnung verbunden wird, wirkt plötzlich weicher, lauter und freier. Besonders spürbar wird das während des Tollwood Sommerfestivals — jenem Festival, das längst zu einem inoffiziellen Symbol des Münchner Sommers geworden ist.

Vom 19. Juni bis 19. Juli 2026 verwandelt sich der südliche Teil des Olympiaparks erneut in eine eigene kleine Stadt innerhalb der Stadt: mit Konzertbühnen, Kunstinstallationen, Lichterketten, Street Food, Holzpavillons und Menschen, die eigentlich nur kurz vorbeischauen wollten und erst weit nach Mitternacht wieder gehen.

Über Jahrzehnte hat sich Tollwood von einem lokalen Kulturprojekt zu einem der bekanntesten Sommerfestivals Deutschlands entwickelt. Trotzdem hat das Festival etwas bewahrt, das vielen großen europäischen Open-Air-Veranstaltungen fehlt: Hier zählt weniger die Größe als das Gefühl von Freiheit und Atmosphäre.

Musik unter freiem Himmel

Auf dem Festival trifft man Studierende mit Decken auf der Wiese, Familien mit Kindern, Büroangestellte nach Feierabend, Musiker, Touristen und ältere Münchnerinnen und Münchner, die einfach ein Glas Wein bei einem Abendkonzert genießen möchten.

Tollwood wirkte nie wie ein Event für eine bestimmte Szene. Gerade die Mischung der Menschen macht seinen Charakter aus.

Die wichtigste Konzertfläche bleibt auch 2026 die Musik-Arena. Mehr als dreißig Konzerte werden hier stattfinden — von klassischem Rock und Pop über Indie und Folk bis hin zur modernen deutschsprachigen Szene.

Zu den meist erwarteten Abenden gehört das Konzert von Deep Purple am 19. Juli. Die britischen Rocklegenden beenden das Festival mit ihrer Tour Mad in Europe 2026 — für viele Besucher weit mehr als nur ein Konzert, sondern ein Wiedersehen mit Musikgeschichte.

Eine völlig andere Energie bringen Sex Pistols feat. Frank Carter nach München. Einst galt die Band als Symbol des britischen Punk und musikalischen Skandals, heute steht sie zugleich für Rebellion, Nostalgie und Rockgeschichte.

Auch Künstler wie Anastacia, Rick Astley, ZAZ, Joss Stone, Foreigner und Jovanotti passen perfekt zu den warmen Sommerabenden unter freiem Himmel. Auf Tollwood hört man diese Musik nicht nur — man erlebt sie gemeinsam mit der Stadt und dem Juliabend.

Die bayerische und deutschsprachige Szene

Wirklich münchnerisch wird das Festival jedoch nicht durch internationale Stars, sondern durch die lokale Szene. Gerade die Konzerte deutscher, bayerischer und österreichischer Künstler sorgen jedes Jahr für die emotionalsten Momente.

2026 stehen unter anderem Sportfreunde Stiller, LaBrassBanda, Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich, Haindling und Melissa Naschenweng auf der Bühne.

Solche Abende enden selten mit einem normalen Konzert. Meist verwandelt sich alles in ein riesiges gemeinsames Mitsingen — mit Bier, Blasmusik und Liedern, die das Publikum so laut mitsingt, dass man sie weit über den Olympiapark hinaus hört.

Ein besonderer Programmpunkt wird außerdem Oimara & Freind sein — ein Projekt, das die moderne süddeutsche Musikszene perfekt widerspiegelt, in der Volksmusik ganz selbstverständlich neben Humor, Clubästhetik und Festivalgefühl existiert.

Markt der Ideen

Doch Musik ist nur ein Teil von Tollwood.

Das eigentliche Herz des Festivals liegt zwischen den Bühnen, Zelten und Wegen des Markt der Ideen. Hier findet man handgefertigten Schmuck, Kleidung aus recycelten Materialien, Keramik, Designobjekte, Holzarbeiten und Dinge, die eher an europäische Kunstmärkte als an gewöhnlichen Festival-Merch erinnern.

Am Abend wirkt dieser Teil des Festivals fast filmisch: Lichterketten zwischen den Bäumen, leuchtende Pavillons, Gewürzdüfte, Musik aus der Ferne und ein langsamer Strom von Menschen, die von Stand zu Stand ziehen.

Essen, Nachhaltigkeit und Festivalphilosophie

Auch kulinarisch ist Tollwood längst mehr als ein Musikfestival. An nur einem Abend kann man indisches Curry, orientalische Süßigkeiten, mexikanische Tacos, asiatisches Street Food, vegane Bowls oder bayerische Käsespätzle probieren.

Dabei bleibt das Festival seiner Bio-Philosophie treu — einem ökologischen Ansatz, der Tollwood bereits seit den späten 1980er-Jahren prägt.

Damals war alles deutlich kleiner: Theateraufführungen, kleine Bühnen, lokale Musiker und Kulturinitiativen. Heute gehört Tollwood zu den größten Sommerveranstaltungen Deutschlands, hat aber seine ursprüngliche Idee behalten — Musik, Kunst, Nachhaltigkeit und Stadtkultur in einem gemeinsamen Raum zu verbinden.

Münchner Sommernächte im Olympiapark

Gerade spät am Abend zeigt sich, warum Tollwood so besonders ist. Wenn die Lichter über dem Olympiapark angehen, Gespräche und Musik ineinander übergehen und Menschen auf den Wiesen vor den Pavillons sitzen, wirkt München plötzlich weniger streng und rational.

Für einige Stunden verwandelt sich die Stadt fast in eine mediterrane Sommermetropole — entspannt, laut und voller Leben.

Praktische Informationen

  • Datum: 19. Juni bis 19. Juli 2026
  • Ort: Olympiapark Süd, München
  • Hauptbühne: Musik-Arena
  • Eintritt zum Festivalgelände: kostenlos
  • Tickets: nur für Konzerte der Musik-Arena erforderlich
  • Kulinarik: internationales Street Food und Bio-Konzept
  • Anreise: U3 bis Olympiazentrum oder U2 bis Scheidplatz

Für München ist Tollwood längst mehr als nur ein Kulturfestival. Während das Oktoberfest vor allem die traditionelle und touristische Seite Bayerns zeigt, präsentiert Tollwood eine andere Stadt: modern, kreativ und offen für die Welt. Genau deshalb lieben viele Münchnerinnen und Münchner das Festival sogar mehr als die Wiesn.

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Bairische Wörter

Zamhoidn(Verb.)

zusammenhalten

Bairischer Ausdruck für Zusammenhalt, oft im Sinne von Solidarität oder Teamgeist.

Von 'zusammen' und 'halten' – in bairischer Lautung.

„In schweren Zeiten miaß ma zamhoidn.“
Schmarrn zamredn(Redewendung)

dummes Zeug erzählen

Bairische Wendung für 'Unsinn reden' – oft scherzhaft verwendet.

Von 'Schmarrn' (Unsinn) und 'zusammenreden'.

Hör auf, an Schmarrn zamz'redn!

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Corso Leopold 2026 in München: Wenn die Leopoldstraße wieder zur Straße der Musik, Kunst und Freiheit wird

Corso Leopold 2026 in München: Wenn die Leopoldstraße wieder zur Straße der Musik, Kunst und Freiheit wird

Am 20. und 21. Juni 2026 verwandelt sich eine der bekanntesten Straßen Münchens erneut in eine große autofreie Kulturzone. Während des Corso Leopold wird der Verkehr zwischen Siegestor und Münchner Freiheit gestoppt, und die Leopoldstraße wird zu einem offenen Stadtraum von mehr als einem Kilometer Länge — mit Musik, Kunst, Street Food, Familienprogrammen und Diskussionen unter freiem Himmel.

Für viele Münchnerinnen und Münchner ist Corso Leopold längst mehr als nur ein gewöhnliches Straßenfest. Es gehört zu jenen Sommerveranstaltungen, bei denen der Charakter von Schwabing besonders spürbar wird — jenem Viertel, das seit Jahrzehnten mit Bohème, Kunst, Universitäten und urbaner Freiheit verbunden ist.

Schwabing und die Tradition der Künstlerstadt

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Schwabing oft als „Münchner Montmartre“ bezeichnet. Hier lebten und arbeiteten Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle wie Wassily Kandinsky, Paul Klee, Rainer Maria Rilke und Thomas Mann. Die Cafés und Salons des Viertels galten damals als wichtige Zentren der deutschen Kunst- und Literaturszene.

Heute ist Schwabing ruhiger und deutlich teurer geworden, doch sein Ruf als kreatives Viertel lebt weiter.

Corso Leopold setzt diese Tradition auf moderne Weise fort. Für zwei Tage hört die Leopoldstraße auf, eine stark befahrene Verkehrsachse zu sein, und wird stattdessen zu einem Ort für Spaziergänge, Konzerte, Gespräche und zufällige Begegnungen. Es gibt kein einziges Zentrum — das Festival zieht sich entlang der Straße, während überall gleichzeitig etwas passiert.

Bühnen, Musik und Stadtprojekte

Nach Angaben der Veranstalter nehmen 2026 mehr als 90 Ausstellungs- und Stadtprojekte am Festival teil. Auf insgesamt 10 Bühnen treten über 200 Künstlerinnen und Künstler auf.

Das Programm umfasst Musik unterschiedlichster Genres, Literatur- und Kabarettformate, Kunstprojekte, Sport- und Familienbereiche sowie Diskussionen über Politik, Stadtentwicklung, Kultur und Nachhaltigkeit.

Zu den wichtigsten Bereichen des Corso Leopold 2026 gehören:

  • Sing & Swing Bühne mit Jazz und Tanz
  • MeiVerein Bühne mit neuer bayerischer Musik
  • Leo Latino mit lateinamerikanischen Rhythmen
  • Vintage Club im Stil der 20er- bis 50er-Jahre
  • Techno- und House-Bühne
  • Traumstadt Schwabing als Literatur- und Kabarettbühne
  • Corso Leopoldino als eigener Kinderbereich

Bereits angekündigt sind Auftritte von BRASS WG, Da Waitler, Magnus und das Blühende Leben, Stefan Gruber, Munich Supercrew, André Hartmann, Christian Ude und vielen weiteren Künstlern und Stadtprojekten.

Die Veranstalter weisen jedoch darauf hin, dass das Programm noch vorläufig ist und laufend ergänzt werden kann.

Mehr als nur ein Festival

Genau das unterscheidet Corso Leopold von vielen anderen Sommerfestivals. Die Menschen kommen nicht nur wegen der Musik oder des Essens, sondern wegen des Gefühls, Teil des städtischen Lebens zu sein.

Das Festival zeigt München nicht als touristische Kulisse, sondern als lebendige Stadt voller unterschiedlicher Stimmen, Ideen und Rhythmen.

Gerade für Familien mit Kindern bleibt Corso Leopold ein besonders angenehmes Format. Durch die Sperrung der Straße entsteht ein sicherer und entspannter Stadtraum, in dem Kinder spielen, basteln und Sportangebote ausprobieren können, während Erwachsene zwischen Bühnen, Foodtrucks und Ruhebereichen unterwegs sind.

Sommerabende in Schwabing

Im Sommer passt Schwabing perfekt zu einem solchen Festival. Am Abend füllt sich die Leopoldstraße mit Musik, dem Duft von Street Food, Gesprächen und dem Licht der Bühnen. Menschen sitzen an langen Tischen, ziehen von Bühne zu Bühne, treffen Bekannte und bleiben oft deutlich länger als geplant.

Corso Leopold 2026 erinnert erneut daran, dass die besten Stadtfeste nicht allein durch ihr Programm entstehen, sondern durch Atmosphäre. Durch die Möglichkeit, über eine Straße zu laufen, die sonst Autos gehört. Durch Musik zwischen den Häusern Schwabings. Und durch das Gefühl, dass die Stadt für zwei Tage einfach nach draußen geht — nicht aus Pflicht, sondern aus Freude am Zusammensein.

Öffnungszeiten des Festivals

  • Samstag, 20. Juni 2026: 16:00–00:00 Uhr
  • • Musikprogramm bis 23:00 Uhr
  • Sonntag, 21. Juni 2026: 11:00–21:00 Uhr
  • • Musikprogramm bis 20:00 Uhr

Praktische Informationen

  • Datum: 20.–21. Juni 2026
  • Ort: Leopoldstraße zwischen Siegestor und Münchner Freiheit
  • Eintritt: kostenlos
  • Format: Open-Air-Stadtfestival
  • Programm: Musik, Kunst, Diskussionen, Familien- und Sportbereiche
  • Anreise: U3/U6 bis Münchner Freiheit oder Universität

Corso Leopold 2026 zeigt München nicht als Postkartenstadt, sondern als offenen, musikalischen und lebendigen Stadtraum. Genau deshalb gehört das Festival seit Jahren zu den beliebtesten Sommerveranstaltungen in Schwabing.